Donnerstag, 22. Oktober 2015

Sonnige Greets :-)


Ciao Chicorinis e Chicorinios ,

nun bricht die letzte Woche hier auf Sizilien an. Unglaublich wie schnell die Zeit hier doch vergangen ist.  In den letzten Wochen kamen so viele neue Eindrücke und Erfahrungen auf mich zu, die die Zeit im Nu verfliegen ließen. Auch die vielen Ausflüge in verschiedene Städte, haben die Zeit hier unvergesslich gemacht. 



Hier ein Bild vom Besuch des Ätna.
Organisiert wurde der Ausflug von der Organisation.
 
Ich arbeite nun seit 2 Wochen in einem Kindergarten.  Hier wird der Kindergarten allerdings Scuola genannt. In der Scuola, in der ich untergebracht bin, gibt es zwei Klassen. In jeder befinden sich jeweils 2  Erzieher. Hier werden die Erzieher nicht mit dem Vornamen angesprochen, wie bei uns, sondern „ Maestra“ genannt. In meiner Klasse gibt es außerdem noch eine Integrationskraft, die sich um ein Kind mit dem Down-Syndrom kümmert.  Mein Arbeitstag beginnt jeden Morgen um 08:30 Uhr und endet meistens gegen 12:30 Uhr.  Wenn ich morgens in die die Einrichtung komme, begrüßt mich  Renate unsere "Frau für Alles", mit einem glücklichen und freundlichen „Buongiorno!“. Danach geht es in meine Klasse. Dort warten dann schon einige Kinder und die Erzieher und begrüßen mich herzlich.    Meistens setzte ich mich dann zu den Kindern und spiele mit ihnen. Am liebsten mögen die Kinder Konstruktionsspiele.  Wenn die Maestra  eine Aufgabe für mich hat, erledige ich diese.  Es ist zwar ziemlich schwer sich zu verständigen, da keiner in der Einrichtung Englisch spricht und mein Italienisch auch nicht so toll ist,  aber mit Händen und Füßen, klappt das dann meistens trotzdem irgendwie. Nach dem Freispiel geht es dann in den Stuhlkreis. Dort besprechen wir, seit längerer Zeit, die verschieden Wochentage und die aktuelle Jahreszeit. Wenn der Stuhlkreis vorbei ist, wird ein Zug gebildet. Dieser fährt dann Richtung Frühstückstisch. „Tschu-Tschu!“ Dann packen die Kinder ihr Essen aus. Auffällig ist hierbei, dass die Kinder viele Süßigkeiten mithaben. Dann kommt Renates Einsatz! Sie schenkt jedem Kind Wasser ein, darüber freuen sich immer alle Kinder ganz dolle. Nach dem gemeinsamen Frühstück kommt erneut der Zug zum Einsatz. Wir „fahren“ zusammen in eine große Halle, wo wir mit der anderen Klasse zusammen tanzen. Alle Kinder freuen sich immer auf diese Zeit, denn das Tanzen macht allen viel Spaß – besonders mir! J

Hier dröhnt mir der CD-Spieler in den Ohren
 und wir tanzen und singen dazu.
Gegen halb 12 fahren wir zurück in die Klasse. Die Kinder werden dann ihres Alters entsprechend an den Tischen verteilt. Die Älteren werden auf die Schule vorbereitet und müssen meistens Ausmalbilder ausmalen. Die Kleineren malen  oder kneten. Besonders beim Malen wird drauf geachtet, dass es schnell geht und gut aussieht. Farben und Formen werden dabei vorgegeben. Sollte es dann nicht ganz so gut aussehen, geben sich die Erzieher sehr viel Mühe, es schöner zu machen. Während des Malens, bin ich an der Seite der Kinder. Ist das Bild fertig gestellt, geht es weiter mit Konstruktionsspielen. Ich beschäftige mich mit den Kindern und baue mit ihnen Hohe Türme oder Flugzeuge. Ab 12 Uhr beginnt bei uns die Abholzeit. Ich beschäftige mich weiter mit den Kindern und verabschiede alle Kinder liebevoll mit „a domani“.  Renate kommt immer wieder rein und holt die Kinder, von denen die Eltern da sind raus.  Um 12:30 endet dann mein Arbeitstag im der Scuola.  Nachmittags, unternehmen wir dann meistens etwas. Natürlich nur, wenn es die Zeit zulässt ;).

Ich habe Sizilien von einer sehr netten Seite kennenlernen dürfen. Alle Leute hier sind sehr hilfsbereit und super freundlich. Egal wen man hier fragt, man bekommt immer eine Auskunft. Auch wenn die Sprache manchmal ein kleines Hindernis darzustellen schien. Dann wurde einfach ein Cousin oder eine Tante angerufen und die haben das Problem dann für uns geregelt. Natürlich mussten wir uns alle erst einmal an die "super Pünktlichkeit" der Italiener gewöhnen. Also macht euch nichts draus, wenn ihr mal einige Minuten auf etwas warten müsst. Nehmt es mit Humor und macht das Beste draus. Aufregen bringt nämlich nichts, nur Falten. Außerdem wundert euch nicht über die laute Aussprache, die gehört ebenso hier hin. Anfangs dachte ich es wird immer gemeckert oder ähnliches, aber manchmal ist das Laute auch einfach nur die Freude, die ausgedrückt wird. Temperament haben die Italiener nämlich durch und durch. Für das nächste Jahr wünsche ich euch super Eindrücke, ganz viel Sonne, genug Mückenspray und einen tollen Koffer mit ganz neuen Erfahrungen.  


 Tschusen und liebste  Grüße

Janine

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